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Entwicklung des à¶kotourismus gegenà¼ber der vorherrschaft des massentourismus in Europa: interessen und mà¶glichkeiten


par Thibault Pichet
ESB Reutlingen - Hochschule Reutlingen - International Management Double Degree (IMX deutsch-französisch) 2021
  

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2.1.1 Europäischer Tourismus: von einer Minderheitspraxis zum Massentourismus

Diesen historischen Ursprung gehen auf viele Jahrhunderte v. Chr. Sie entstammen aus der Gastfreundschaft, die bei vielen Völkern vorhanden, aber nicht sehr gut entwickelt war.

Dieser Wunsch zu erforschen, zu lernen oder sich zu entspannen hat archäologische Spuren hinterlassen, wie Straßen, Pilgerstädte oder die Überreste von Hotels wie auf Kreta um 1500 v. Chr. (vgl. S. Habib, 2016) (vgl. K. D. O'Gorman, 2010). Im Mittelalter wurden Reiseschriftsteller populär, wie der Italiener Francesco Petrarca, der 1336 seine Besteigung des Mont Ventoux beschrieben hat (vgl. J. Hargett, 1985). Der moderne Tourismus entstand mit dem "Grand Tour" auf, einer traditionellen Reise in Europa, die auf Bildungsaspekten basiert. Es wurde von jungen adligen Männern aus Westeuropa praktiziert, insbesondere von britischen Aristokraten des achtzehnten Jahrhunderts, die die Reise nutzten, um den künstlerischen und archäologischen Reichtum verschiedener europäischer Städte zu entdecken. Der damalige Tourismus war elitär, eine Freizeit- und Bildungsreise, die die Möglichkeit bot, seine europäischen Kollegen zu treffen (vgl. J. Sorabella, 2003).

Der Tourismus im modernen Sinne entwickelte sich im 19. Jahrhundert. Dampfschiffe begannen 1827 den Rhein zu befahren und senkten somit die Reisekosten. Dies ermöglichte es 10% der Bevölkerung, Kreuzfahrten und Besichtigungen zu unternehmen. Das erste profitable Urlaubspaket« wird 1841 von dem Engländer Thomas Cook mit dem all inclusive« geschaffen (vgl. F. Schachtschneider, 2015). Er hat den schnellen Ausbau des europäischen Schienennetzes genutzt, um Tagesausflüge zu erschwinglichen Preisen anzubieten. Ende des 19. Jahrhunderts reisten 20.000 Touristen mit Thomas Cook (vgl. E.

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Sezgin & M. Yolal, 2012). Einen Boom erlebte der MT um 1870, als der Rhein zum beliebtesten Reiseziel der Welt wurde. Aber schon damals war der MT nicht für jeden attraktiv, vor allem nicht für die Einwohner. Sie beklagten, dass sich Reisende ,,wie eine Heuschreckenplage« ausbreiten (vgl. F. Schachtschneider, 2015).

Der MT entwickelte sich im 20. Jahrhundert aufgrund der industriellen Revolution, des gestiegenen Wohlstands, der Aufgeschlossenheit und der verbesserten Transportmöglichkeiten weiter. Dies hat zu Massenproduktion und -konsum geführt, was eine Standardisierung des touristischen Reisens zur Folge hat. Ab 1930 wuchs die Welt des Automobils und stimulierte die Tourismusindustrie (vgl. Swarbrooke & Horner, 2007). Wirtschaftspolitische Maßnahmen hat dann die Entwicklung des Tourismus verstärkt. Die Gewerkschaften drängten die Regierungen, flexiblere Arbeitszeiten zu organisieren, indem sie 1939 in vielen europäischen Ländern den ,,bezahlten Urlaub« einführten. Manche klassifizieren diese Entwicklung als ,,mobility era« (1800-1944) (vgl. E. Sezgin & M. Yolal, 2012, S. 74).

Ab 1950 bereicherte ein starkes Wirtschaftswachstum die westlichen Gesellschaften und verlagerte den Konsum in Richtung des Bedürfnisses nach Anerkennung und Selbstwertgefühl. Dies ist der Beginn der Freizeitzivilisation (vgl. J. Dumazedier, 1962). Zwischen 1960 und 1980 entstanden durch den übermäßigen Einsatz von Flugzeugen und deren technischen Verbesserungen zahlreiche touristische Angebote (vgl. E. Sezgin & M. Yolal, 2012). In den gleichen Jahrzehnten ist das Massenphänomen durch eine massive Konzentration von Besuchern in einem Empfangsgebiet und durch die Expansion des Kreuzfahrttourismus gekennzeichnet. Das Ende des 20. Jahrhunderts wird als eine Erweiterung des touristischen Gebiets definiert. 1989, mit dem Fall der Berliner Mauer, wurden die Grenzen geöffnet und die bipolare Welt ging zu Ende. Die neue Generation war neugierig, die Länder aus Mittel- und Westeuropa zu entdecken. Das vereinte Europa im Kapitalismus schien vielversprechend und der geopolitische Kontext war günstig (vgl. O. Dehoorne, 2013).

Die Euphorie und Illusion einer grenzenlosen touristischen Welt wurden zu Beginn des 21. Jahrhunderts durch Ereignisse wie die Terroranschläge überholt. Der europäische Tourismus kann sich den sozialen, wirtschaftlichen und politischen Realitäten der Gastländer nicht entziehen (vgl. O. Dehoorne, 2013). Die Entwicklung des MT in den letzten zwei Jahrhunderten hat zu einem Anstieg des individuellen ökologischen Fußabdrucks von

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Touristen gebracht. Die Umsetzung einer nachhaltigen Tourismuspolitik und die Förderung des Umweltschutzes werden in Europa zu einer Priorität. So ist der ÖT in letzter Zeit zu einem Entwicklungsziel geworden (vgl. K. Dimitriou, 2017).

Die Entwicklung des Tourismus wandelt sich von einer Praxis, die einer finanzstarken Minderheit vorbehalten war, zu einem MT, der einem Großteil der Bevölkerung zugänglich ist. Der europäische Tourismus hat ein exponentielles Wachstum erlebt, das mit der Ankunft von Covid-19 gestoppt wurde.

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"Il faudrait pour le bonheur des états que les philosophes fussent roi ou que les rois fussent philosophes"   Platon