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Straàčenverkehrsanalyse in einer metropole eines entwicklungslandes an der kà╝ste des golfes von benin am beispiel von cotonou


par Sagbo Rogatien Akohou Gbacada
Karlsruher Institut fà╝r Technologie - Master 2011
  

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1.1 Problematik des Straßenverkehrs in Entwicklungsländern

Die Analyse des Straßenverkehrs stellt in Entwicklungsländern eine Herausforderung dar. Die Verkehrsprobleme in Entwicklungsländern sind landesspezifisch. Die Straßenverkehrsprobleme von Kairo, einer Stadt mit mehreren Millionen Menschen und mit einer Zwei-Linie-Metro sind nicht gleich wie die Probleme von Cotonou einer Küstenstadt mit weniger als einer Million Menschen und mit Zweirädern als öffentliche Verkehrsmittel. Innerhalb des jeweiligen Landes sind die Verkehrsprobleme vielfältig: Transport problems of the Third world cities inevitably take on a variety of forms, depending upon their location, wealth and levels of motorisation. (Dimitriou 1990: 51). Die vielfältigen und landesspezifischen Verkehrsprobleme in Entwicklungsländern führen zu der Frage, wie die Probleme dort analysiert werden können und welche Ziele die Verkehrs- oder Stadtplaner verfolgen können.

Eine verständliche Analyse der Verkehrsprobleme in Entwicklungsländern erfordert eine Klassifizierung. Die vorhandenen Verkehrsprobleme wurden als urban transport manifestation and root problems« bezeichnet (Dimitriou 1990: 52), es gibt Grundprobleme (root problems) wie die Zunahme der Vekehrsmittel und Schwierigkeiten bei der Entwicklung von Verkehrsinfrastrukturen sowie Wirkungsprobleme (manifestation problems) wie beispielweise zunehmende Unfälle und Lärmbelästigungen. Die Lösung der Probleme hängt von den Zielen der Akteure ab.

Die Überlegungen über die möglichen Ziele des Verkehrs in Entwicklungsländern führten zu der Schlussfolgerung: «it is important for transport plans, programmes and projects to incorporate not only economic goals and aims of equity fulfillment, but also objectives which attemp efficienty to utilise local resources and facilities prior to investing in news ones. Among other things, this would involve placing more emphasis in urban transport planning on (Dimitriou and Safier, 1982):

1. the mobilisation of new resources- through, for example, improved city staff administrative and technical manpower training efforts, and greater utilisation of private sector resources,

2. the incorporation of the roles of the informal and traditional sectors of transport,

3. the measurement and monitoring of costs and benefits of transport proposals.» (Dimitriou 1990: 26). Andere Überlegungen wurden über den Zustand des öffentlichen Personenverkehrs in den 1980er Jahren in Entwicklungsländern geführt. Die Busgesellschaften waren, als ob sie Verkehrsdienstleistungen nicht mehr anbieten könnten: unter dem Blickwinkel der Liberalisierung wurden die früher von Entwicklungsländern subventionierten

Busgesellschaften ineffizienter als der einzelnen vorhandenen Autotaxifahrer erkannt und sollten daher abgebaut werden.« (Xavier GODARD & Pierre TEUNIER 1992: 107).

Daher wurde beschlossen, dass die Transportsgesellschaften in Entwicklungsländern ihre turbulenten Zeiten begonnen hatten«. Um einen totalen Zusammenbruch des Sektors zu vermeiden, sollten die afrikanischen Regierungen die Busunternehmen nicht mehr steuern, sondern die Entwicklung des Sektors durch rechtliche Rahmenbedigungen regulieren.« (Xavier Godard & Pierre Teunier 1992: 233).

Diese Orientierung führte in den Entwicklungsländern zu verschiedenen Maßnahmen, die der internationale wissenschaftliche Workshop der SITRASS (Internationale Solidarität auf Transports und Forschung in SubsaharaAfrika) durch das Thema sektorale Transportsprojekte in Afrika: Bilanz und Perspektiven« in 1999 in Cotonou bilanziert hatte. Hauptziel dieser sektoralen Projekte war die Verminderung der Transportkosten durch die Liberalisierung des Transportssektors und den Aussbau der Verkehrsinfrastrukturen. Dieser Workshop bat die Möglichkeit an, die zu lösenden Probleme wie die Unterhaltung der Infrastrukturen und die Verstärkung der lokalen Verwaltung für die Steuerung des Transportsystems in einem Kontext der Dezentralisierungsbewegungen in Afrika in Frage zu stellen.

Das Problem der urbanen Mobilität wurde bereits in einigen Studienarbeiten behandelt. Die Neugestaltung der urbanen Mobilität in der Stadt Cotonou war das Thema von Aremou M. Bastou Adjadi &Estelle Judith F. Djossinou. Es wurde aus den Überlegungen geschlossen, dass der Verkehrstau durch die Entwicklung des öffentlichen Verkehrs abgebaut werden sollte. Diese Arbeit hatte jedoch die Probleme der verschiedenen Verkehrskomponenten wie des LKWVerkehrs nicht analysiert (vgl. Aremou M. Bastou Adjadi &Estelle Judith F. Djossinou 2005: 80). Darüber hinaus gibt es heute keinen geeigneten öffentlichen Verkehr in der Stadt.

Independent Evaluation Group der Weltbank hatte einen Bericht in 2007 veröffentlicht, in dem der Eingriff der Weltbank von 1995 bis 2005 in den Verkehrsbereich in den Entwicklungsländern bewertet wurde. Daraus wurde geschlossen, dass neue verschiedene Probleme wie Verkehrsstau, Umweltbelastungen, Verkehrssicherheit etc. im Transportssektor zukünftig bewältigt werden sollten. Nebenbei hatte CODATU drei verschiedene Herausforderungen den Akteuren des Transportsektors in den Entwicklungsländern gewidmet. Hier zeigt die Situation gegenwärtig den qualitativen und quantitativen Mangel am öffentlichen Verkehr und die zunehmende Stadterweiterung sowie zunehmende Entfernung der Wohnungen zur Kernstadt (vgl. CODATU (b) 2009).

Dieser Überblick des Kenntnisstandes führt zu drei Schlussfolgerungen. Erstens bedürfen der Verkehrsprobleme landesspezifische Lösungen in den Entwicklungsländern. Zweitens sind die Verkehrsprobleme in der Stadt Cotonou bis jetzt nicht systematisch analysiert. Drittens nehmen die Verkehrsprobleme zu. Die Akteure sollen sich den damit verbundenen Herausforderungen stellen. Daher muss nach der zukünftigen Perspektive des Straßenverkehrs gefragt werden.

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