Abbildungsverzeichnis
Abb.?1: Jährliche Anzahl neu eingeführter Emojis und
Auswahl beliebter Emojis auf Twitter, Instagram und Facebook (2018) - S.?3
Abb.?2: Geschlechterverteilung der Befragten (Benin) - S.?7
Abb.?3: Geschlechterverteilung der Befragten (Deutschland) -
S.?7
Abb.?4: Altersverteilung der Befragten (Benin vs. Deutschland)
- S.?8
Abb.?5: Frage 5: Kennst du den Unterschied zwischen Emoticon
und Emoji? - S.?9
Abb.?6: Verwendung von Emojis zur Darstellung von Wut, Freude
und Humor - S.?10
Tabellenverzeichnis
Tab.?1: Geschlechterverteilung der
Befragten (Benin) - S.?7
Tab.?2: Geschlechterverteilung der
Befragten (Deutschland) - S.?7
Tab3: Bedeutung von Emojis in der digitalen
Kommunikation: Kontrastive Analyse der Antworten zur Frage 14- S.15
Einleitung
In einer Zeit, in der digitale Kommunikation
allgegenwärtig ist, gewinnen Emojis als visuelle Zeichen zunehmend an
Bedeutung. Die Redewendung Ein Bild sagt mehr als tausend Worte« trifft
besonders im digitalen Austausch zu, wo Mimik, Gestik und Intonation fehlen.
Emojis übernehmen in Textnachrichten eine kompensatorische Funktion, indem
sie Emotionen, Stimmungen und kommunikative Absichten visuell vermitteln (vgl.
Danesi, 2017: 12).Doch sind Emojis wirklich universell verständlich? Oder
hängt ihre Interpretation von kulturellen Rahmenbedingungen ab?
Während einige Forscher*innen Emojis als eine globale Bildsprache
verstehen, zeigen andere, dass ihre Bedeutungen kulturell geprägt sind und
somit auch zu Missverständnissen führen können (vgl. Marcoccia,
2016: 270; Pappert, 2020: 175). In der alltäglichen Kommunikation - etwa
auf WhatsApp kann dasselbe Emoji in Benin als Ausdruck von Respekt oder Trauer
verstanden werden, während es in Deutschland völlig anders
interpretiert wird.Diese Arbeit geht von der Hypothese aus, dass Emojis
zugleich Brücken der Verständigung und Spiegel kultureller Differenz
darstellen. Ihre Verwendung, Bedeutung und Wirkung hängen stark vom
kulturellen Kontext ab. Ziel dieser kontrastiven Studie ist es daher, die
Emoji-Nutzung unter Jugendlichen in Benin und Deutschland systematisch zu
analysieren und dabei semiotische sowie pragmatische Unterschiede
herauszuarbeiten. Zentrale Forschungsfrage ist: Inwieweit tragen Emojis zur
interkulturellen Verständigung bei und wann entstehen
Missverständnisse. Zur Beantwortung wird ein Mixed-Methods-Ansatz
gewählt, der quantitative Umfragedaten mit qualitativen Analysen
kombiniert. Der theoretische Rahmen basiert auf der Semiotik von Peirce (Ikon,
Index, Symbol), den Kulturmodellen von Hall (1976) und Hofstede (2001) sowie
auf pragmatischen Ansätzen der digitalen Kommunikation (vgl. Eco,
Nöth, Herring).Die Arbeit gliedert sich wie folgt: Kapitel 1 klärt
zentrale Begriffe und erläutert die theoretischen Grundlagen; Kapitel 2
stellt das empirische Korpus und die Methodik vor; Kapitel 3 analysiert die
Ergebnisse kontrastiv und diskutiert interkulturelle Implikationen.
Abschließend werden zentrale Erkenntnisse zusammengefasst und
Perspektiven für weiterführende Forschung eröffnet.
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